2december

>hey bro,meet ín five minutes in front of motion-picture house?<
>it´s to short...you know i can´t get this<
>well, in five minutes?<
>nay<

“zurücktreten,der zug zur 5th road-central station- rollt in kürze ein!”,tönte die metallische stimme des zugwarts durch den lautsprecher. arthur zog sich die mütze weiter über das schwarze haar. er lief den bahnsteig entlang,vorbei an der alten dame,die jeden freitag dort stand,vorbei an der gruppe stundenten,vorbei an den bauarbeitern,die schon seit wirklich langer zeit irgendetwas zu reparieren versuchten,immer weiter durch die kälte dieses dezember morgens. der schnee von vergangener nacht knirschte unter seinen schuhen. während er zein handy versuchte aus seinem beutel zu fummmeln , schritt er gemächlich mit seinem kafee in der hand weiter den bahnsteig entlang,immer weiter,bis er zu dem kleinen schäbigen unterschtand kam,den er jeden tag aufsuchte.
es sah wie ein schöner tag aus
der frische schnee,der nebel,der alles einhüllte und doch durch die sonne erleuchtet wurde,alles  sollte stimmen. arthur trat in den schützenden raum,den das häuschen bot.
alles war perfekt und wie immer, nur diese eine sache nicht
er wollte sich auf die kleine bank setzten,doch dort saß schon jemand. er war erstaunt,denn niemals zuvor hatte er jemanden hier sitzen sehen. sie schien ihn gar nicht zu bemerken. sie laß ihr buch,als wäre er nicht da.
 ”könntest…könntest du ein wenig…äh…rutsch?” räusperte sich arthur, mit seiner samtigen stimme. sie zuckte,wie ein verängstigtes tier,drehte ihren kopf und sah ihn aus ihren kleinen verträumten blauen augen an. sie starrte ihn an und während sie versuchte ihre brille aus ihrer tasche zu fingern vielen ihr ihre blonden locken ins gesicht
sie bekam die brille zu fassen und schob sie sich auf ihre stupsnase. sie war kaum groß genug die ihre viel zu große brille zu halten.
noch immer sah sie ihn an
noch immer sah er sie an
und dann begannen beide zu lachen. sie schauten nicht weg,sagten nichts,
sie saßen da und lachten
ihre beine,die trotz des kalten wetters in schwarze kniehohe strümpfe gehüllt waren und ihre roten snikers baumelten vor und zurück
er setzte sich und sie begannen zu erzählen
sie erzählten und sie überzählten über das wetter,die weihnachtszeit,über new york,über die zeitungsartikel. sie redeten einfach über alles. gemeinsam tranken sie arthurs kafee.
sie lachten,erzählten,tranken. sie taten es,bis ihr zug kam.
ihr zug fuhr in die station ein und zerschnitt die ruhige stille des morgens. der dampf,der völlig überhitzten motoren machte den ganzen morgen noch nebliger. und sie stand auf, verabschiedete sich und ein letztes mal lachten sie gemeinsam,dann drehte sie ihm den rücken zu und ging. er schaute ihr hinterhermund hoffte sie noch einmal zu sehen,doch sie ging durch die nebelschwaden weiter bis zu den türen des zuges. sie war kaum noch zu sehen,denn der licht durchflutete nebel,der damp der schnaufenden motoren und die passagiere verdeckten sie und doch drehte sie sich ein letzes mal um und lächelte. sie lächelte so zucker süß. und dann stieg sie in den zug und die motoren des zuges begannen zu brüllen und zu schnaufen. langsam setzte er sich in bewegung. langsam aber sicher fuhr er aus dem bahnhof. arthur sah ihm hinterher. ihm und dem mädchen. er sah ihr hinterher,als der zug schon im dichten  nebel des morgens verschwunden war. noch lange sah er dem zug hinterher.
am nächsten morgen ging er wieder zu der bahnstation
und auch am nächsten
und auch an dem darauffolgenden
und dem darauf
er tat es den ganzen dezember lang
über silvester
und dann begann er die leute zu fragen. die alte dame,die studenten,die zugführer und die obdachlosen und die bauarbeiter,doch sie kam nicht wieder.
und die jahre kamen und gingen und jeden tag saß arthur an der haltestelle bis heute.
und die jahre kamen und gingen und jeden tag saß er an der haltestelle,bis zu diesem zweiten,kalten,nebligen dezember morgen.